Wissenswertes

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Die 5-teilige Anime-Umsetzung "Oh! My Goddess - Die OVAs" wurde im Jahre 1993 produziert und kam zunächst nur in Japan in die Läden. Im Gegensatz zur 2005 entstandenen TV-Serie orientieren sich die fünf OVAs nur grundlegend an der Manga-Vorlage. An verschiedenen Stellen wurden kleine Änderungen der Handlungsabläufe eingewoben, um die Serie in sich geschlossen zu halten. Hierbei ist zu beachten, dass die OVA-Folgen 1-3 sich noch sehr nahe an der Vorlage halten, die Folgen 4-5 jedoch eine stark von der Vorlage abweichende Geschichte erzählen. Ob und wie diese beiden Folgen in das reguläre OMG-Universum eingebunden werden können bleibt der Phantasie des Betrachters überlassen. Prinzipiell spricht faktisch nichts gegen die Vergangenheit, die Keiichi und Belldandy miteinander verbindet. Lediglich der Showdown und die Geschichte bzw. die Bedeutung des Rings lassen sich versionsübergreifend nicht ganz miteinander verheiraten. Den Manga als Basis betrachtend ist hier wiederum sehr viel Interpretationsspielraum für das Verhalten der Charaktere gegeben. Während Belldandy und Keiichi im Manga zwar schüchtern sind, wagt in erster Linie Belldandy dennoch ab und an den Schritt in Richtung körperlicher und emotionaler Zuneigung zu Keiichi. In der TV-Serie wird diese Entwicklung stark in die Länge gezogen - auch da diese Thematik der rote Faden duch die gesamte Geschichte ist. In den OVAs hingegen wurden die kompletten Charakterzüge an die für 90er Jahre typischen Umgangsformen angepasst - zumindest was die Synchronisation anbelangt. Floskeln wie "anbaggern" und "flach legen" sind einige für Urd typische Ausdrucksweisen. Damit kommen die OVA schon ziemlich nahe an die Manga-Vorlage heran, in der Urd Keiichi davon zu überzeugen versucht, mit ihm zu schlafen, um Belldandy auf Erden halten zu können. Alles in allem zeichnen sich alle Cahraktere durch Offenheit und verblumte Sprache aus. Ein großes Manko in den OVAs ist, dass wichtige Hintergrundinformationen auch aufgrund der Kompaktheit der Serie nicht eingeflossen sind. Dies liegt natürlich auch am Entsteheungszeitpunkt der OVA, an welchem Schlüsselcharaktere und Gedankengänge noch nicht vorgestellt wurden. So werden beispielsweise die Engel der Göttinnen in der OVA gänzlich nicht behandelt. Auch auf die Bedeutung Yggdrasils und die Form, in der die Göttinnen Zugriff auf die Programmabläufe Yggdrasils haben, wird nur am Rande eingegangen. So werden in den OVAs Veränderungen des Raum-Zeit-Geflechts mit Hilfe von Magie-Sprüchen ähnlich denen in den Mangas bewirkt. Im Film aus dem Jahre 2000 hingegen wird der Gesang als "Programmiersprache" Yggdrasils genutzt, was auch konsequent in der TV-Serie wiederzufinden ist. Auch Holy Bell, World Of Elegance und Noble Scarlet treten plötzlich auf. Somit wäre es ratsam, bevor man den Film ansieht, sich erst mit den Manga vertraut zu machen oder sich gar die TV-Serie anzusehen. Dies erspart an vielen Stellen die Fragezeichen über dem eigenen Kopf. Wie die gesamte Anime-Variante von Oh! My Goddess - mit Ausnahme der Mini-Göttinnen - stammen die deutschen OVA-Produktionen aus dem Hause Anime Virtual. Leider konnten für die verschiedenen Varianten der deutschen OMG-Produktionen nicht durchgehend - wie in Japan üblich - die gleichen Synchronstimmen verpflichtet werden. So sind lediglich die Stimmen von Urd, Skuld, Tamiya und Otaki von den OVAs, über den Film bis hin zur TV-Serie mit den gleichen Sprechern besetzt. Wie glücklich oder unglücklich die Wahl der Stimmen und der Übersetzungen für die Synchronisation ist, muss jeder für sich entscheiden. Alles in Allem sind die OVAs eine in sich geschlossene Geschichte, die an den Manga angelehnt ist, aber auch gut ohne ihn leben kann. Wer jedoch das gesamte epische Ausmaß der Geschichte um Belldandy und Keiichi erfahren will, kommt um den Film, die Mangas und die TV-Serie nicht herum.
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